RFID Transponder-Technologie im Textil Service - Andrea Rechtsteiner
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RFID Transponder-Technologie im Textil Service

RFID Transponder-Technologie im Textil Service

Textile Dienstleister wollen ihre Kunden zum richtigen Zeitpunkt und am richtigen Ort mit hygienisch aufbereiteten Textilien versorgen. In bedarfsgerechter Anzahl und der benötigten Qualität. Die Koordination dieser komplexen Prozesse stellt eine erhebliche Herausforderung dar.

Vor allem der Kostendruck bei den Kunden und die Forderung nach mehr Transparenz über die erbrachten Leistungen erfordern das Optimieren der Identifikation und der Rückverfolgbarkeit der Textilien mit dem Ziel einer Anpassung der Abrechnungssysteme.

Was kann dabei die Transponder-Technologie leisten?

 Verfügbare Systeme

Neben den gängigen Systemen, die einen Sichtkontakt voraussetzen (Barcode oder 2D-Code Applikationen), haben sich zunehmend RFID-Systeme durchgesetzt (LF- Low Frequence und HF – High Frequence). Sie ermöglichen die Identifizierung der Textilien ohne Sichtkontakt zum Ident-Medium, haben aber geringe Lesereichweiten und eingeschränkte Pulk-Lesefähigkeiten. Um den logistischen Anforderungen in Prozessen mit hohem Massendurchsatz, wie in der Wäscherei- und Textillogistik gerecht zu werden, ist neuerdings der Einsatz der UHF-RFID-Technologie interessant, die seit einigen Jahren Einzug in den Markt hält. Ultra-Hochfrequenz-Systeme vereinen den Vorteil großer Reichweiten und nahezu uneingeschränkter Pulk-Lesefähigkeit mit der einfachen Integration der textilen Transponder in die Bekleidung oder Flachwäsche. Dadurch wird einerseits  die automatische Identifizierung aller Einzelteile in einem Wäschesack oder Rollcontainer ermöglicht. Andererseits wird dadurch das gesamte Textilmanagement des Dienstleisters abbildbar und besser zu steuern.

 Prozesse zusammenführen

Um das Potenzial der Technologie durchgängig nutzen zu können müssen bisher separate Abläufe der Prozesskette miteinander verbunden werden.

Beim Textildienstleister kann damit das einzelne Textil vom Eingang bis zur Auslieferung lückenlos verfolgt werden. Durch die RFID-Technologie werden die internen Abläufe sicher, ein echtes Textilmanagement wird durch die vorliegenden Daten möglich, der Bestand transparent. Es kann eine gezielte Steuerung der Mengen erfolgen und der Produktlebenszyklus wird dokumentiert. Der Dienstleister behält dadurch seine eigene Kapitalinvestition im Blick.

Dieser Prozess sollte im Fortgang nicht unterbrochen sondern beim Nutzer konsequent weitergeführt werden. Die mit Chips versehene Wäsche wird automatisiert ausgegeben, so dass der Nutzer entsprechend belastet werden kann. Die beim Nutzer verfügbare Menge und eventuell erforderliche  Bestandsänderungen werden in Echtzeit sichtbar. Durch das Festlegen von Mindestbeständen kann die Liefersicherheit erhöht und die Disposition verbessert werden.

Beispiel: Intelligentes Management von Berufskleidung im Krankenhaus

Die Versorgung der Mitarbeiter eines Krankenhauses mit Berufskleidung ist eine hohe administrative Herausforderung. Personalfluktuation, Differenzierung verschiedener Personalgruppen und personenbezogene Ausstattung stellen hohe Anforderungen an die effiziente Kontrolle der Warenströme dar. Auch die sichere 24-stündige Bereitstellung hygienisch aufbereiteter Bekleidung bei flexiblen Arbeitszeitmodellen erfordert hohen personellen und logistischen Aufwand und erzeugt hohe Versorgungskosten pro Mitarbeiter und Jahr.

Hier hilft eine RFID Lösung mittels UHF:

  • Die permanente elektronische Textilkennzeichnung begleitet und dokumentiert das Bekleidungsteil über seinen ganzen Lebenszyklus. Die Transponder ermöglichen die Identifikation des Teils an den Ausgabe- und Rücknahmepunkten und verknüpfen Artikel- und Trägerinformationen zur kontinuierlichen Verwaltung der Entnahmekontingente.
  • Die zentrale Verwaltung von Mitarbeiterdaten führt zur effizienten Administration der Versorgung. Über standardisierte Schnittstellen werden relevante Daten der Personalwirtschaft eingebunden und sorgen für stets aktuelle Datenbestände aktiver Mitarbeiter und ihrer Bekleidungskontingente.
  • Die Kopplung von zentralen und dezentralen Versorgungspunkten für Berufskleidung im Krankenhaus wird gewährleistet.

Optimiert auf die Wege im Krankenhaus können zentrale Ausgaberäume für Bekleidung mit dezentralen RFID-gestützten Schranksystemen vernetzt werden, worauf die Mitarbeiter stetigen Zugriff haben. Sie sind gekoppelt mit passenden Rückgabeeinheiten für getragene Kleidung. So werden Schwundraten effektiv minimiert, die täglichen Warenströme aufgezeigt, analysiert und optimiert. Und: Die Vorgaben der Krankenhaushygiene zu den erforderlichen Wechselquoten können kontinuierlich dokumentiert werden – ein großes Plus auch für das Hygienemanagement.

Der Nutzen der UHF-RFID-Lösung

Flexibel positionierbare Ausgabeeinheiten für Berufskleidung passen sich an die örtlichen Bedürfnisse des Krankenhauses an und minimieren den Aufwand für das Personal. Die Bestandsführung und Kontrolle der Umlaufmengen an Textilien wird durch die automatisierte Zu- bzw. Abbuchung an den Versorgungspunkten wesentlich vereinfacht und kann personenbezogen kontingentiert werden. Dies führt im Ergebnis zu einer deutlichen Erleichterung in Bezug auf  Bewirtschaftung und Beschaffung für den Betreiber. Aussagefähige Nutzungsdaten sorgen für Kalkulationssicherheit bei der Ermittlung der Versorgungskosten pro Mitarbeiter und Jahr. Dadurch werden auch bereichs- und hausübergreifende Benchmarks möglich.

Experten gehen davon aus, dass sich die UHF-RFID Technologie mittelfristig im Textil Service durchsetzen wird.

Wenn Sie zur Umsetzung dieser Aufgabe Unterstützung brauchen hilft Ihnen RECHTSTEINER gerne weiter.

Weitere Infos und Beispiele z. B. bei

www.deister.com

www.kemas.de

www.datamars.com

www.berendsen.com

 

Andrea Rechtsteiner
a.rechtsteiner@andrea-rechtsteiner.de