Maschenware, Jersey, Strick- und Wirkware - Andrea Rechtsteiner
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Maschenware, Jersey, Strick- und Wirkware

Maschenware, Jersey, Strick- und Wirkware

Was ist der Unterschied zwischen Maschenware, Jersey, Strick- und Wirkware?

Heute wollen wir erneut ein wenig in die Material- und Verfahrenskunde einsteigen und den Begriff der Maschenware näher erläutern. Warum?

Bedeutung + Eigenschaften

Produkte aus Maschenware genießen sowohl in der Mode (Haute Couture), insbesondere aber auch im Bereich der Berufskleidung, bis hin zur Persönlichen Schutzausrüstung (PSA), hohe Verbreitung und Anerkennung. Sie wird aber auch bei normaler Kleidung (T-Shirts und Unterwäsche), wie ebenso für hochwertige Flachwäsche verwendet. Bettwäsche aus Maschenware gilt als geschmeidig, weich, atmungsaktiv, saugfähig und trocknergeeignet.

Jersey

In englischer Sprache wird übrigens das ungelenke deutsche Wort Maschenware als „Jersey“ bezeichnet.

Definition + Materialien

In fachlicher Hinsicht ist Maschenware ein textiles Flächengebilde. Die Masche entsteht, indem eine aus einem Faden oder mehreren Fäden gebildete Schleife in eine andere Schleife hineingeschlungen wird.

Maschenwaren unterscheiden sich dadurch von Geweben, deren Fläche durch Kreuzen von zwei Fadensystemen hergestellt wird, und von Vliesen, bei denen ein loser Faserflor beispielsweise durch Wärme verfestigt wird. Vorteile der Maschenware: Sie zeichnet sich im Vergleich zum Gewebe durch eine höhere Dehnbarkeit, Elastizität und deshalb durch eine geringere Knitterbildung aus.

Im Bereich der Maschenware wird bei höchster Qualität eine lange Lebensdauer der Produkte gewährleistet, die gerade bei professionellen Anwendungen von essentieller Bedeutung ist. Bestenfalls setzen die Hersteller auf hochwertige Ausgangsmaterialien, sowie eine einwandfreie und optimierte Prozessführung um exzellente Produkte zu erzielen. Maschenware zeichnet sich dadurch aus, dass sie ein zumeist weicher, jedenfalls elastischer Stoff ist, aus Garnen, Viskose, Viskosemischungen, Wolle, Wollmischgarnen oder auch Seide.

Verfahren

Bei der Maschenware unterscheidet man zwischen Strickware und Wirkware. Der Unterschied zwischen Strick- und Wirkware besteht in der Art, wie die Maschen gebildet werden.

Bei der Wirkware bildet der Faden übereinanderstehende Maschen, er verläuft senkrecht und bildet mit dem benachbarten Faden ein Maschenstäbchen. Verwendet werden Hakennadeln.

Beim Stricken wird eine Masche neben der anderen hergestellt – der Faden verläuft horizontal, entlang einer Maschenreihe.

Strickarten

Nach Strickart werden folgende Arten unterschieden:

  • Single-Jersey

Maschenware, die unter Verwendung eines Fadens hergestellt wird.

  • Double-Jersey

Maschenware, die unter Verwendung mindestens zweier Fäden hergestellt wird.

  • Interlock-Jersey

Bezeichnet eine doppelflächige Maschenware. Verwendung bei Wendemänteln, Jacken, Kostümen, Reisedecken.

  • Jacquard-Jersey

Die Strickart verwendet kleine Öffnungen zwischen den Maschen, wird deshalb meistens bei Strümpfen und insbesondere Netzstrümpfen genutzt.

  • Cloqué-Jersey
rechts-rechts-ware links-links-ware interlock

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links-links-ware
interlock

Blasenartiger Doppelstrick, entstanden durch Schrumpfen überdrehter Garne im zusätzlichen Fadensystem. Findet Verwendung bei festlichen Kleidern oder bei Dekorationsstoffen.

Fazit

Gut gemachte Produkte aus Maschenware gelten zurecht als hochwertig und finden in berechtigter Weise ein breites Anwendungsfeld. Sprechen Sie RECHTSTEINER an, wenn Sie Fragen zu Materialien, Verfahren und Produkten haben. Wir unterstützen Sie gerne für Ihre spezifischen Anwendungsanforderungen.

Andrea Rechtsteiner
a.rechtsteiner@andrea-rechtsteiner.de